Für einmal war uns das Wetterglück nicht hold. Die Rotondohütte liegt ausgerechnet in der Region der Schweiz, die von Schlechtwetter heimgesucht wurde; Südstaulage sei Dank. Wir starteten am Freitag, den 7. Februar in Realp bei noch …weiterlesen
Für einmal war uns das Wetterglück nicht hold. Die Rotondohütte liegt ausgerechnet in der Region der Schweiz, die von Schlechtwetter heimgesucht wurde; Südstaulage sei Dank. Wir starteten am Freitag, den 7. Februar in Realp bei noch recht akzeptablen Bedingungen. Doch schon bald blies uns ein heftiger und böiger Kaltwind durch das Witenwasserental entgegen. Gegen den heftigen Wind ankämpfend erreichten wir nach etwa vier Stunden die Rotondohütte auf 2573m. Die humorvolle Hüttenwartin Pia bot uns, nachdem sie erfahren hatte, dass wir von der Sektion Oberaargau waren, ein Glas Weisswein zum Apéro an. Dazu muss man wissen, dass die Rotondohütte der Sektion Lägern gehört, die zu 50% an unserer neuen Rothornhütte beteiligt ist. Pia ist eine sehr symphatische und fröhliche Hüttenwartin, und sie kocht auch hervorragend.
Am frühen Morgen des nächsten Tages flaute der Wind etwas ab und der Himmel klarte etwas auf. Gegen Osten konnten wir ein schönes Morgenrot beobachten. Von Süden zogen zwar noch viele Wolken herein, aber einer Skitour auf das Gross Leckihorn stand nichts im Wege. Doch schon beim Aufstieg zum Leckipass verschlechterte sich das Wetter und die Sicht wurde immer schlechter. Statt das Gross Leckihorn zu besteigen und einen Teil des Muttengletschers abzufahren, entschieden wir uns für den Rückweg zur Hütte. Da die Wetteraussichten für Sonntag noch schlechter waren, packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns einen Tag früher als geplant auf den Heimweg. Die Abfahrt nach Realp, wegen der schlechten Sicht der Aufstiegsspur entlang, war leider auch kein pures Vergnügen.
Text: Samuel
Bilder: Phil und Samuel
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